Deutschlands Förderkosten für erneuerbare Energien könnten bis 2025 angesichts des starken Solarausbaus sinken – Analyse
Draht für saubere Energie
Die für den Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschland erforderlichen Bundesmittel könnten nach einer Analyse des Energiewirtschaftlichen Instituts an der Universität zu Köln (EWI) im Jahr 2025 sinken. Die Unterstützungskosten könnten auf 18 Milliarden Euro zurückgehen, was einem Anstieg von fast einer Milliarde Euro im Vergleich zu 2023 entspricht, aber unter den Ausgaben von 2024 liegt. Nach früheren Berechnungen werden die Förderkosten nach dem deutschen Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) in diesem Jahr 23 Milliarden erreichen.
Im Rahmen seiner Mittelfristprognose, die im Auftrag der vier deutschen Übertragungsnetzbetreiber erstellt wurde, hat das EWI untersucht, wie viel Strom aus erneuerbaren Energien in den nächsten Jahren zu erwarten ist und was dessen Finanzierung kosten könnte. Untersucht wurde die Entwicklung der installierten Leistung, des jährlichen Betriebs und der Subventionszahlungen von 2025 bis 2029.
Der Bericht geht von einem starken Wachstum der Freiflächensolaranlagen aus, deren installierte Leistung sich bis Ende 2029 gegenüber 2023 mehr als verdreifachen könnte. Bis Ende 2029 könnte die Stromerzeugungskapazität aus erneuerbaren Energien in Deutschland dann auf mehr als 300 Gigawatt (GW) ansteigen, etwa doppelt so viel wie 2023.
Die von diesen Anlagen unter durchschnittlichen Wetterbedingungen erzeugte Strommenge würde dann im Jahr 2029 rund 380 Terawattstunden (TWh) betragen, gegenüber 245 TWh im Jahr 2023. Die Subventionszahlungen könnten im gleichen Zeitraum auf 23 Milliarden Euro steigen, obwohl bis 2029 22 GW ältere Solar- und Windenergieanlagen aus der laufenden Förderung mit hohen Vergütungssätzen herausgenommen werden.
Das EEG garantiert vielen Betreibern von Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien eine Einspeisevergütung, indem es ihnen die Differenz zwischen dem Marktwert des Stroms und einem vorher vereinbarten Betrag pro Kilowattstunde zahlt. Das heißt, je niedriger der Marktpreis ist, desto höher sind die Unterstützungszahlungen.
Die Differenz zwischen den Großhandelspreisen für Strom und dem garantierten Vergütungsniveau wurde früher von den Kunden durch den so genannten Erneuerbare-Energien-Zuschlag auf ihrer Stromrechnung finanziert. Im Jahr 2022, inmitten der Energiekrise in Europa, änderte die Regierung den Finanzierungsmechanismus in eine direkte staatliche Unterstützung, um die Energiekosten für Haushalte und andere Stromverbraucher zu senken.
Ursprüngliche Quelle: https://www.cleanenergywire.org/news/germanys-renewable-support-costs-could-drop-2025-amid-strong-solar-expansion-analysis



